Wie nicht anders zu erwarten und lange vorhergesagt, war auch das nur ein
weiteres Manöver zur Vertuschung der skandalösen Vorgänge.
Was muss man davon halten, wie muss man das
beurteilen,
Patient
hilflos in den Tod geschickt - letzter Stand - Dieser
Link öffnet ein sehr bezeichnendes, ein geradezu demaskierendes Schreiben der
Staatsanwaltschaft in Rostock. Dabei waren der
Staatsanwaltschaft alle die hier folgenden Informationen bekannt:
Alleingelassen, hilflos ausgesetzt, missbraucht, gequält und wieder hilflos ausgesetzt geht ein junger Mann in den Tod.
War es Unfähigkeit, Gleichgültigkeit, Fahrlässigkeit oder sogar Absicht der Verantwortlichen?
Es gibt viele Methoden, Menschen ums Leben zu bringen, sagte einst Berthold Brecht.
Die Staatsanwaltschaft in Rostock sorgt dafür, dass keine Anklage erhoben wird. Offensichtlich befangene Gutachter werden ausgesucht und eingesetzt. Belastende Tatsachen werden einfach nicht zur Kenntnis genommen. Wichtige Zeugenaussagen finden gezielt keine Beachtung. Es wird mit allen Mitteln versucht, die ungeheuerlichen Vorgänge zu vertuschen, dabei gilt: „Befangenheit liegt bereits vor, wenn es nur Gründe für Zweifel an der Unparteilichkeit eines Entscheidungsträgers gibt.“
All das wird systematisch missachtet.
Es hat lange gedauert, bis wir einen Einblick in die Krankenakten bekamen. Die Inhalte seien zu brisant, hieß es. Erst als ich in Begleitung eines Anwalts nach Rostock fuhr, wurde uns dort von der Staatsanwaltschaft gestattet, eine Kopie der Akte anzufertigen.
Unter
dem Eindruck der schockierenden Inhalte und der in der Krankenakte
beschriebenen Vorkommnisse, formulierte ich diesen Vergleich:
Hier ist
eine Zeugenaussage, die diesen Verdacht bestätigt.
Dieser Zeuge wurde den Behörden in Mecklenburg-Vorpommern schon in der Woche nach dem Tod benannt! Auch er wurde bis heute nicht gehört.
Mein Sohn war Student an der
Universität in Rostock und Patient in der Klinik in Rostock
Gehlsheim.
Das
erste Bild zeigt ihn wenige Tage vor seiner Einlieferung in die Klinik im August
2005. Das zweite Bild zeigt ihn festgebunden
in der Klinik, kurz nach einem Missbrauchserlebnis
am 1.10.05, von dem er sich nicht mehr erholte. Das
dritte Bild wurde am 27.12.2005 aufgenommen, am 9.1.2006
war er tot.
zum zweiten Bild: "Die Art und Qualität der
ersten verbalen wie nichtverbalen Kommunikation am Krankenbett entscheidet somit
wesentlich darüber, ob ein Patient wieder Vertrauen zu der Realität fassen
kann, aus der er flüchten wollte....
Herstellung einer Beziehung: effektives Erstgespräch, Vermittlung von Präsenz,
Verständnis, Hilfsbereitschaft und Zuversicht, Entängstigung und
Beruhigung." Das sagt die Fachliteratur hier und auch in
vielen anderen Fachbüchern.
In Rostock wurde der Patient festgeschnallt. Gespräche fanden nicht statt.
Laut Statistischem Bundesamt, Fachserie 12, Reihe 6.1., 1991-2003 starben in deutschen Psychiatrien in dieser Zeit 42.286 Menschen, darunter 78 Kinder. Das und die Art wie Gutachter und Staatsanwaltschaft mit dem Tod dieses Patienten umgehen, sollte nachdenklich machen. Auch der Tod meines Sohnes würde nicht einmal von dieser Statistik erfasst. Die Klinik stellte nämlich die Rechnung so aus, dass er zum Todeszeitpunkt entlassen war.
Er hatte aber nur Ausgang für den Tag. Am 2.8.2005 wurde er in die geschlossene Abteilung eingeliefert, zwei Monate lang wurde er völlig abgeschottet. Er durfte nicht einmal eine Zeitschrift wie Spiegel, Stern oder Focus lesen.
Am 1.10.2005 wird er allein ohne Begleitung in die Großstadt geschickt, obwohl am 29.9. in der Akte eingetragen wurde: "war leicht überfordert mit Ausflug der Gruppe." Schon ein kleiner Spaziergang in einer Gruppe war eine Überforderung. Am 30.9.05 stellt man fest:"..lief sehr gedankenversunken über den Stationsflur, ist leicht aus dem Konzept zu bringen"
Am 1. 10.2005 wird in die Akte eingetragen:
"Pat. am Morgen sehr verlangsamt in seinen Handlungs- u. Gedankenabläufen,
wirkte
sehr zerstreut, hilflos, ratlos. "
Minuten danach erfolgt eine Beurlaubung. Der hilflose Patient wird für drei Tage in diesem Zustand in die Großstadt Rostock entlassen, mit 5 oder 6 Euro in der Tasche. Niemand ist informiert.
Kurz darauf wird er Opfer eines körperlichen Missbrauchs.
Die verantwortliche Chefärztin, Frau Prof. Dr. Herpertz, nennt dieses Ereignis in der Akte:
... falsch abgeschrieben aus falsch datierten Berichten der Assistenzärzte, Beweis: Pflegebericht 4.11.05
Ganz anders und deutlicher beschreibt das ein weiterer Zeuge, der den Patienten regelmäßig besuchte:
"Nach seiner Schilderung, war er nach seiner Entlassung im Oktober, von einem Mann im Park, als er im Regen auf einer Bank saß, angesprochen und in eine Gartenlaube mitgenommen worden. Mario sprach davon, dass er missbraucht wurde, wobei er auf Details nicht näher eingegangen ist. Aber das er durch die Medikamente wie benebelt sowie nicht "Herr seiner Sinne" war und irgendwie neben sich zu stehen schien."
Für die Staatsanwaltschaft in Rostock und die Gutachter ist dieser Missbrauch überhaupt kein Thema, so, als hätte es nicht stattgefunden.
Am 3.10., also erst nach dem Erlebnis des Missbrauchs steht in der Akte erstmalig:
"..hört ev. Stimmen, die ihm die
Nahrungsaufnahme verweigern."
Für mehre Tage wird der verstörte Patient dauerhaft festgeschnallt, fixieren nennt man das. Auch das ist kein Thema für Staatsanwaltschaft und die zwei DGPPN - Gutachter.
Dieser ungeheuerliche Vorgang ist in der Krankenakte klar und deutlich dokumentiert und ist fraglos von erheblicher Relevanz für den Krankheitsverlauf. Wohl deshalb wird dieses Ereignis systematisch totgeschwiegen und die Zeugen werden bis heute gezielt nicht gehört.
Diese Gutachter, Prof. Dr. Freyberger und Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfersdorf, sind übrigens "zufällig" so, wie die verantwortliche Chefärztin, Frau Prof. Dr. Herpertz auch, gemeinsam Vorstandsmitglieder genau dieser Gesellschaft, der DGPPN.
Von
diesem Schock (Missbrauch) erholt sich der Patient nicht mehr, sein Zustand
verschlechtert sich dramatisch,
er will nicht mehr
leben.
In der Nacht vom 8. auf den 9. Januar 2006 springt er vom Hotel Neptun.
Sie ruft bei den Eltern ihres Patienten an und will die weitere Behandlung besprechen!